In wenigen Tagen ist Lichtmess – jener Tag, an dem die vielen Weihnachtslichter wieder in Kisten und Kartons verschwinden und der Winter seine gewohnte, graue Gestalt annimmt. Gerade dann frage ich mich: Wie schön wäre es, dem nasskalten Grau für einen Moment zu entfliehen?
Mit dem Interrail-Pass lässt sich Europa ganz bequem, flexibel und vor allem nachhaltig per Zug entdecken. Interrail ist ein gemeinsames Angebot der europäischen Eisenbahngesellschaften, das es ermöglicht, mit nur einem Ticket zu einem Pauschalpreis durch zahlreiche Länder zu reisen. Das Prinzip ist einfach: Mit dem Ticket kannst du je nach Passvariante entweder ein einzelnes Land (One-Country-Pass) oder gleich mehrere Länder innerhalb der Europäischen Union (Global-Pass) bereisen. Dabei wählst du flexibel, an wie vielen Tagen du innerhalb eines bestimmten Zeitraums unterwegs sein willst. Saisonal, aber auch für junge Menschen bis einschließlich 27 Jahre, gibt es attraktive Rabatte, was Interrail auch für Studierende und Auszubildende besonders lukrativ macht.
Im letzten September habe auch ich endlich eine lang gehegte Reise durch Europa mit dem Zug gemacht. Mit großem Rucksack, meinem Global-Pass und einer geplanten Route im Kopf ging es für meinen Reisepartner und mich einmal quer durch Italien.
Bella Italia
Von Leipzig aus sind wir mit dem ICE über Nürnberg nach Wien gestartet, wo wir einige Tage verbracht haben. Schon die Fahrt durch Süddeutschland mit den sanften Bergen und kleinen Dörfern hat uns auf die Reise eingestimmt. In Wien sind wir direkt in das Stadtleben eingetaucht, haben uns zwischen barocker Architektur, Kaffeehäusern und Straßenmusik treiben lassen und unter anderem die beeindruckende Österreichische Nationalbibliothek besucht. Trotz bereits kühlerer Temperaturen hat hier noch eine leichte Jacke gereicht.
Anschließend sind wir weiter Richtung Italien gefahren. Von Wien aus haben wir den Direktzug nach Venedig genommen – eine der schönsten Zugstrecken der Reise, die uns durch alpine Täler, vorbei an malerischen Seen und eindrucksvollen Berglandschaften geführt hat. In Venedig angekommen, hat die Kulisse abrupt zu Wasserstraßen, engen Gassen und kunstvollen Gebäuden gewechselt. Mitte September hat sich die Stadt angenehm ruhig gezeigt, sodass wir sie entspannt haben erkunden können und einen Ausflug nach Burano unternommen haben. Nach zwei Tagen in Venedig ging unsere Reise nach Florenz weiter. Die Stadt ist für uns ein besonderes Highlight gewesen: Dort haben wir Michelangelos David bewundert, einen Pasta-Kochkurs besucht und uns durch die zahlreichen Gelaterias der Stadt probiert. Schließlich haben wir unsere Reise über die Cinque Terre und Rom fortgesetzt, bis wir unser Ziel Neapel erreicht haben. Von dort aus sind wir, zugegeben nicht ganz im Sinne von Interrail, mit dem Flugzeug zurück ins kalte Deutschland gereist.
How to: Interrail-Planung
Da ich das Planen von Reisen liebe, waren diese insgesamt drei Wochen für mich eine willkommene logistische Herausforderung. Nach meiner Ankunft in Deutschland habe ich aber meine fünf wichtigsten Planungstipps kurz zusammengestellt, damit die Interrailreise auch für diejenigen gelingt, die nicht so gern planen wie ich:
So könnt ihr dem grauen Winter entkommen und stattdessen Sonne, Kultur und unvergessliche Abenteuer in Europa genießen. Weitere Informationen, Tipps und natürlich die Tickets passend zu eurer Reise erhaltet ihr auf der Interrail-Website: https://www.interrail.eu/de
Damit wünsche ich euch eine hoffentlich gute Reise und unvergessliche Momente auf eurer Interrail-Tour durch Europa!